Blogsterben? Ist nun Schluss mit Bloggen? [Webmasterfriday]

16. Mai 2014 26 Von Sabiene

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Blogsterben

Gibt es momentan ein Blogsterben?

Keine Angst, ich habe bislang nicht vor, das Bloggen aufzugeben.
Aber der Webmasterfriday fragt sich in dieser Woche:

Ist die Zeit des Bloggens schon vorbei?

Und darum soll es heute gehen.

Gibt es ein Blogsterben?

Immer wieder wird über ein Blogsterben diskutiert, Martin Mißfeld ist zum Beispiel ein „Sterben“ von SEO-Blogs aufgefallen.
Ehrlich gesagt liegen mir zu dieser These keine Zahlen vor.
Aber ich beobachte in der Blogosphäre immer wieder ein Kommen und Gehen. Das mag verschiedene Ursachen haben:

  • Keine Lust
  • Keine Zeit
  • Veränderungen in den Lebensumständen
  • Enttäuschte Vorstellungen vom Bloggen
  • Abstrafung von Google, die einem das Herz in die Hose rutschen lassen.

Klar ist, dass niemand mehr einen Blog liest, weil dies ein Blog ist („Hurra, ein Blog!“). Als Blogger muss ich meinem Leser schon etwas bieten können, schlechte Blogs gibt es mehr als genug.
Eine Zeitlang sprang jeder 2. Webmastermaster, der einigermaßen etwas von dem Thema versteht, auf den SEO-Zug auf und schrieb an einem SEO-Blog herum.
Und nun ist der Hype wieder ein bisschen vorbei, ich glaube, dies ist mit eine Ursache für das scheinbare Sterben der SEO-Blogs.

Blogs und Social Media

Will ich heute die Welt mit einem Foto von meinem Mittagessen erfreuen (will ich eigentlich nie, aber manchen Leuten ist dies ein Bedürfnis), brauche ich genauso wenig einen Blog, wie für eine Statusmeldung á la: „Gäähhn, was bin ich heute müde!“.
Für solche Manifestationen der momentanen Daseinsberechtigung verwendet man als fortschrittlicher User Twitter, Facebook, Google+ oder Instagram.
Ich finde es positiv, wenn diese Banalitäten (auch wenn sie oft lustig oder originell sind) auf die Socials wandern, da habe ich sie im Zweifelsfall schneller weggeklickt. Aber für wichtige, ausführliche oder interessante Informationen ist es schöner, wenn man sie mit viel Platz auf einem Blog lesen kann.

Werden Blogs ein Randphänomen?

Für mich waren und sind Blogs kein Randphänomen und sie werden weiterhin ihre Daseinsberechtigung behalten.
Die Blogosphäre ist einem stetigen Wandel unterworfen und dieser hat mit Sicherheit auch eine etwas reinigende Wirkung.

Und jetzt wollen wir mal hoffen, dass ich mich nicht irre!

Nachtrag vom April 2018

Als ich 2014 diesen Artikel für den Webmasterfriday geschrieben habe, hätte ich nicht gedacht, dass er fast genau vier Jahre später noch einmal so aktuell sein könnte.
Denn seid einiger Zeit beobachte ich, dass viele Blogger vermehrt verunsichert sind. Schuld daran sind mit Sicherheit die neuen Bestimmungen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die etliche Blogger (zu Recht) in Verwirrung stürzt. Und hier sind wohl im Moment gerade diejenigen betroffen, die mit einem Freeblog (blogger.com, wordpress.com) unterwegs sind. Denn die Anbieter reagieren momentan nur sehr zögerlich auf die neuen europäischen Verordnungen und lassen ihre User ein bisschen im Regen stehen.

Auch die Entdeckung der Blogs für Marketing-Strategien dürfte der Bloggerei schaden. Denn inzwischen bloggen vielen nicht „zum Spaß an der Freud“, sondern versuchen, sich als Influenzer umzuschulen.

Natürlich ist es nicht sinnvoll, ewig rückwärts gewandt zu denken. Dennoch finde ich diese Entwicklung sehr schade. Denn wenn die kleinen Blogger aufgeben, wird die Blogosphäre ein Stück Individualität verlieren.

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Alle Fotos: Blogsterben? Ist nun Schluss mit Bloggen? [Webmasterfriday] ©Sabienes.de
Text: Blogsterben? Ist nun Schluss mit Bloggen? [Webmasterfriday] ©Sabienes.de

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