Der 3-Länder-Radweg im schönen Odenwald – Unterwegs mit dem Radl

12. Oktober 2013 2 Von Sabiene

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Wegweiser am 3-Länder-Radweg

Wegweiser am 3-Länder-Radweg

Der Odenwald ist ein Mittelgebirge zwischen Hessen, Bayern und Baden-Württemberg, das sich durch eine hügelige Landschaft mit wunderschönen Waldgebieten auszeichnet. Er ist mit dank des durch ihn verlaufenden Limes auch geschichtlich sehr interessant, landschaftlich äußerst attraktiv und bietet für Fahrradfahrer ein gut ausgebautes Wegenetz. Da ich am bayerischen Rand des Odenwalds lebe, weiß ich tatsächlich, von was ich spreche.
Eines davon ist der 3-Länder-Radweg, von dem ich euch heute berichten möchte. Wir sind diesen Radweg vor einigen Tagen gefahren und er hat uns so gefallen, dass wir beschlossen haben, dies zu wiederholen.

3-Länder-Radweg

Bei dem 3-Länder-Radweg handelt sich um einen Rundweg, für den man mindestens drei Tage einplanen sollte. Er ist für gut ausgerüstete, ambitionierte Radfahrer bestens geeignet. In dieser Region kann es in der Übergangszeit sehr kalt sein (im Winter gibt es im Odenwald einige Loipen). Deswegen sollte man dementsprechend warme und regenfeste Kleidung mitnehmen.
Sehr ausführliche Informationen für diese Radtour, ihren Variationen und den Sehenswürdigkeiten gibt es auf dem Tourismusportal RadSüden Baden-Württemberg. Die entsprechenden GPS-Daten und genauen Streckenverlauf findet ihr bei der Tourismusgemeinschaft Odenwald e.V.

Mosbach – Walldürn (50 km)

Natürlich kann man diese Tour von jedem beliebigen Ort aus starten. Wir sind aus unterschiedlichen Gründen in Mosbach gestartet, einer hübschen Kreisstadt im Neckar-Odenwaldkreis.
Von dort aus führt der Weg durch einen fast urtümlichen Wald, später vorbei an Feldern und Wiesen immer leicht ansteigend bis Mudau. Dort hat man dann den höchsten Punkt der Strecke erreicht, über das idyllische Hollerbach und Buchen bis nach Walldürn geht es fast nur bergab.
Wer jetzt noch nicht ganz ausgelastet ist, dem empfehle ich von Buchen aus einen 15 km langen Abstecher zur Tropfsteinhöhle Eberstadt. Wir kannten diese Höhle bereits von einem früheren Ausflug. Aber ich kann bestätigen, dass sie wirklich sehenswert ist.
Walldürn ist ein bekannter Wallfahrtsort, der während der Monate Mai – Juni von großen Pilgerzügen besucht wird. In der Umgebung dieser Stadt hat man etliche römische Artefakte ausgegraben. Diese werden zum Teil im Stadt- und Wallfahrtsmuseum ausgestellt, wo auch äußerst kompetente Führungen stattfinden.
Sehr gut übernachten kann man im „Hotel Riesen“, hier oder im Gasthof „Zum Hirsch“ wird lecker aufgekocht.

Walldürn – Michelstadt (80 km)

Trotz der Länge ist dies der einfachste Tourenabschnitt, denn es geht in der Regel bergab oder ebenerdig am Main entlang. Sehenswert sind hier auf jeden Fall die Orte Amorbach und Miltenberg. Auf der Höhe von Obernburg verlässt man die Mainebene und fährt entlang der Mümling wieder in den Wald hinein. Auf den ebenfalls sehr gut ausgebauten Wegen kommt immer wieder durch kleine Orte oder an Biergärten zum Rasten vorbei.
Wer etwas für seine Bildung tun möchte, könnte die sehenswerte Einhardsbaslika oder das Schloss Fürstenau – beide in Michelstadt-Steinbach – besichtigen.
Michelstadt ist die größte Stadt des Odenwaldkreises und verfügt über eine wunderschöne historische Altstadt mit lauter Fachwerkhäusern, kleinen Geschäften und vielen Gasthäusern.
Für eine Übernachtung kann ich das urgemütliche „Hotel Drei Hasen“ und seine gute Küche empfehlen.

Michelstadt – Mosbach (84 km)

Dies ist der anstrengendste Abschnitt, dafür darf man aber auch zum Schluss ein bisschen Zugfahren.
Gleich nach Michelstadt kommt man in die Kreisstadt Erbach mit seiner ebenfalls historischen Altstadt. Im stattlichen Schloss Erbach gibt es fast stündlich Führungen, handwerklich und künstlerisch einzigartig ist die Ausstellung im Elfenbeinmuseum.
Nach Erbach plagt man sich in Richtung Beerfelden ziemlich den Berg hoch, zwischendurch kann man am Himbächel Viadukt wieder zu Kräften kommen. In Beerfelden hat man dann das Schlimmste überstanden und es geht nur noch den Berg abwärts nach Hirschhorn am Neckar. Sonntags ist die Landstraße nicht so stark befahren und könnte eine Alternative zu dem steilen Waldweg darstellen.

Derweilen ist es am Neckar lieblich und schön, der Radweg führt direkt am Fluss entlang und dieser ist gesäumt von lauter historischen Örtchen und Burgen. Erwähnenswert ist hier natürlich Hirschhorn, Ersheim in der Neckarschleife, Eberbach und Zwingenberg. Von diesen Ortschaften aus ist es dann auch möglich, verdienterweise mit dem Zug nach Mosbach zurückzufahren.

Von hier aus könnte man mit dem Auto die Burg Guttenberg besichtigen und mit einer Übernachtung im „Heuhotel Neckarmühlbach“ diese schöne Tour abschließen.

Für wen ist der 3-Länder-Radweg geeignet?

  • Alle Fahrradfahrer, die ein für Touren geeignetes Fahrrad mit Gangschaltung besitzen
  • Geübte Radfahrer mit ein bisschen Kondition und Sitzfleisch
  • Kinder ab 12 Jahren (wenn sie gewillt sind, sich diesen „Stress“ anzutun)

Nicht vergessen:

  • Gefüllte Wasserflaschen sind immer wichtig.
  • Ein bisschen Brotzeit, allerdings findet man hier sehr viel bewirtschaftete Infrastruktur
  • Regenfeste Fahrradkleidung

Weitere Informationen:

Alle Fotos: Der 3-Länder-Radweg im schönen Odenwald – Unterwegs mit dem Radl ©Sabienes.de
Text: Der 3-Länder-Radweg im schönen Odenwald – Unterwegs mit dem Radl ©Sabienes.de

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Zusammenfassung:
Der 3-Länder-Radweg im schönen Odenwald - Unterwegs mit dem Radl
Titel
Der 3-Länder-Radweg im schönen Odenwald - Unterwegs mit dem Radl
Beschreibung
Der 3-Länder-Radweg im Odenwald ist eine schöne und abwechslungsreiche Radstrecke durch ein sehr interessantes Mittelgebirge
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