Bohemian Rhapsody der Film über Freddie Mercury und Queen

24. Juni 2019 5 Von Sabiene
Enthält Amazonlinks
Bohemian Rhapsody der Film über Freddie Mercury und Queen

Bohemian Rhapsody – Der Film

Der 1975 veröffentlichte Song Bohemian Rhapsody ist das umstrittendste, aber auch zugleich erfolgreichste Stück der englischen Gruppe Queen. Auch heute noch wird dieser Titel aus der Feder von Freddie Mercury weltweit millionenfach verkauft.
Das ich persönlich diesen Song über alles liebe und dazu auch noch ein großer Queen-Fan bin, habe ich schon mehrfach erzählt, zum Beispiel in diesem Artikel. Logisch habe ich mir den gleichnamigen Film angesehen – zuerst im Kino und nun auf DVD.
Und wie er mir gefallen hat, werde ich euch nun erzählen.

Bohemian Rhapsody der Film über Freddie Mercury und Queen

Der Film beschreibt einen Zeitraum zwischen 1970 und 1985. 1970 traf der aus Sansibar stammende Farrokh Bulsara auf eine Band namens Smile, die unter anderem aus Brian May und Roger Taylor bestand. Mit diesen beiden gründete Farrokh Queen und nannte sich fortan Freddie Mercury.
Recht bald hatte die Band rund um diesen exaltierten Ausnahmekünstler großen Erfolg und tourte durch die Welt. Aber nicht zuletzt das eigentlich unmögliche, scheinbar unproduzierbare und überlange Stück Bohemian Rhapsody katapultierte die vier Musiker in die Riege der Weltstars.

Der Film beschreibt den künstlerischen Weg der Band, aber auch private Details von Freddie Mercury, zum Beispiel seine Liebe zu Mary Austin. Und dann noch seinen Hang zu anderen Männern und exzessiven Drogenparties.

Bohemian Rhapsody endet 1985 nach Freddies HIV-Diagnose und dem legendären Live-Aid-Konzert im Londoner Wembley-Stadion.

Ein unvorstellbares Künstlerleben oder wie Freddie so schön sagt:

„Is this the real life?
Is this just fantasy?“

Die Darsteller von Bohemian Rhapsody

Normalerweise stelle ich in meinen Filmtipps die einzelnen Darsteller nicht vor. Da es aber eine sehr undankbare Aufgabe für Schauspieler ist, wenn sie sich mit Ikonen beschäftigen müssen, werde ich sie hier einmal loben.
Oder auch nicht.

Rami Malek

Angeblich sei Sacha Baron Cohen (Borat) für die Rolle des Freddie Mercury gecastet worden. Gut, dass man sich für Rami Malek entschieden hat! Angetan mit einer Zahnprothese wächst er in seine Rolle zusehends hinein und hat sehr verdient den Oscar für die beste Hauptrolle erhalten.

Lucy Boynton

Lieb, wie die Kinderstunde und ordentlich, wie eine Bankangestellte. Mary Austin scheint tatsächlich damals eine Art Gegenpol zu dem quirligen Mercury gewesen zu sein.
Ein bisschen Gossip am Rande: Rami und Lucy sind auch in Wirklichkeit ein Paar.

Gwilym Lee

Angetan mit lockiger Haarpracht nimmt man ihm die Rolle des Gitarristen Brian May und Integrationsfigur der Band zu hundert Prozent ab.

Ben Hardy

Was für eine Fehlbesetzung für den Schlagzeuger Roger Taylor! Er hätte vielleicht besser die Rolle von Mary Austin übernommen, aber die war ja schon hervorragend besetzt.

Joseph Mazzello

Er spielt den Bassisten John Deacon fast lebendiger, als er ist (oder als er wirkt)

Aidan Gillen

Mit diesem Akteur haben wir ein Wiedersehen mit dem listigen Intriganten Kleinfinger (Littlefinger) aus der Serie Game of Thrones. Hier spielt er ganz unintegrant den netten Manager John Reid

Mike Myers

Mit der Verfilmung Wayne’s World brachte Mike Myers den Song Bohemian Rhapsody einem jüngeren Publikum nahe. Logisch, dass er dann auch in dem Film mitmischen musste. Die Rolle des Produzenten Ray Foster mimt er nicht ohne die typische Myers-Übertreibung.
Ich mag ihn nicht.

Anthony McCarten

Der Schriftsteller Anthony McCarten hat zwar nicht in diesem Film mitgespielt, aber das Drehbuch mit verfasst. Und da ich ihn für einen ganz ausgezeichneten Autor halte (siehe die Romane Funny Girl oder Englischer Harem), möchte ich ihn hier und seine Arbeit nicht unerwähnt lassen.

Kritik an Bohemian Rhapsody

Bohemian Rhapsody ist mitnichten ein Dokumentarfilm über die Gruppe Queen. Er ist schon eher eine geschönte und weichgespülte Version der Wirklichkeit, denn schließlich soll er ja unterhalten und weniger informieren. Für eine Information gäbe es natürlich bessere Quellen und am Ende dieses Artikels werde ich euch noch eine DVD empfehlen.

Es gibt einiges an Geschichtsverfälschung, was den Werdegang dieser Band angeht.

Die Schlauberger von dem Musikmagazin Rolling Stone haben dies hier einmal zusammengefasst:

Fakten-Check: Alle Fehler im Queen-Film „Bohemian Rhapsody“

Gemessen an dem Unterhaltungswert dieser Verfilmung kann ich aber sehr gut mit solchen Fehlern leben. Was mich aber wirklich gestört hat (außer der Besetzung von Roger Taylor) ist der Umstand, dass Freddie Mercury als Opfer eines bösen Verführers dargestellt wird. Es wird so vermittelt, als wäre dessen Freund und Manager Paul Prenter (Allen Leech) dafür verantwortlich, dass Mercury in die Drogen- und Schwulenszene abgesackt ist.
Paul Prentner mag vielleicht wirklich ein verlogener Mistkerl gewesen sein. Aber Freddie war zu diesem Zeitpunkt längst erwachsen und hat seine (mitunter falschen) Entscheidungen selbst getroffen.

Mein Fazit:

Ich persönlich habe nach dem Kinobesuch lange überlegt, ob und wie mir der Film gefallen hat. Erst jetzt, nachdem ich ihn noch einmal zuhause auf DVD angesehen habe, bin ich zu einem Schluss gekommen:

Bohemian Rhapsody ist ein gut gemachter Musikfilm, der unter anderem auch durch die Originalmusik von Queen punktet.
Die Story hält sich nicht immer an die Wahrheit, dennoch bietet der Film eine ausgezeichnete Abendunterhaltung – nicht nur für Queen-Fans.

Und wir Fans wissen ja:

„Nothing really matters, anyone can see
Nothing really matters, nothing really matters to me
Any way the wind blows“

Filmografisches

Filmografisches zu dem Film Bohemian Rhapsody

Filmografisches zu dem Film Bohemian Rhapsody

  • Titel: Bohemian Rhapsody
  • Originaltitel: Bohemian Rhapsody
  • Produktionsland: Vereinigte Staaten, Großbritannien
  • Originalsprache: Englisch
  • Erscheinungsjahr: 2018
  • Länge: 135 Minuten
  • Altersfreigabe: FSK 6
  • Regie: Bryan Singer
  • Drehbuch: Anthony McCarten, Peter Morgan
  • Produktion: Graham King, Jim Beach
  • Musik: Queen, John Ottman
  • Besetzung:
    • Rami Malek: Freddie Mercury
    • Lucy Boynton: Mary Austin
    • Gwilym Lee: Brian May
    • Ben Hardy: Roger Taylor
    • Joseph Mazzello: John Deacon
    • Aidan Gillen: John Reid
    • Tom Hollander: Jim „Miami“ Beach
    • Allen Leechː Paul Prenter
    • Mike Myers: Ray Foster, Produzent
    • Aaron McCusker: Jim Hutton
    • Meneka Das: Mercurys Mutter
    • Ace Bhatti: Mercurys Vater
    • Priya Blackburn: Mercurys Schwester
    • und andere
  • Preis Stand Juni 2019: 4,99 Euro (Amazon Prime Video) 16,99 Euro (Blu-ray) 12,77 Euro (DVD) 26,99 Euro (4K)
  • Bestelllink Amazon

Dokumentation über die Band Queen

Hier noch wie versprochen ein Tipp, wenn ihr mehr über Queen und Freddie Mercury wissen wollt:

Vor Jahren gab es einmal eine große Dokumentationserie auf Arte. Aber die scheint in die tiefsten Archive des Senders verschwunden zu sein.

(Alle Angaben ohne Gewähr)


Seid ihr auch ein Fan von Queen? Habt ihr Bohemian Rhapsody schon gesehen oder plant ihr, euch die DVD zu besorgen?
Oder lässt euch diese Musik völlig kalt?

Erzählt es mir!


Bohemian Rhapsody der Film über Freddie Mercury und Queen

Alle Fotos: Bohemian Rhapsody der Film über Freddie Mercury und Queen ©sabienes.de
Text: Bohemian Rhapsody der Film über Freddie Mercury und Queen ©sabienes.de

pinit fg en rect red 28 - Bohemian Rhapsody der Film über Freddie Mercury und Queen

Zusammenfassung
Datum
Gegenstand
Bohemian Rhapsody der Film über Freddie Mercury und Queen
Bewertung
51star1star1star1star1star