Deathbook, der spannende Thriller von Andreas Winkelmann

11. Juli 2015 4 Von Sabiene
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Buchcover Deathbook

Deathbook von Andreas Winkelmann

Die 15-jährige Kathi wird auf den Eisenbahngleisen liegend von einem Zug überfahren. Die Polizei spricht von einem Selbstmord, aber der bekannte Thrillerautor Andreas Winkelmann mag nicht daran glauben, denn schließlich war die junge Schülerin seine einzige Nichte. Er beginnt, ihr nächstes Umfeld zu untersuchen, spricht mit ihren Lehrern und Mitschülern und stößt beim Durchstöbern ihres Laptops auf ein Schulprojekt zum Thema Tod und in diesem Zusammenhang auf folgende Aussagen:

Im Netz bin ich überall und jederzeit, bin Bedrohung und Erfüllung zugleich.“

Er ist die Eins zwischen den Nullen, der Anhang, die Datei, er ist der Tod 3.0. Er weiß alles über das Privatleben des Users, er ist allmächtig.“

Inzwischen sterben immer mehr junge Leute auf tragische und zugleich brutale Art und Weise. Auf den ersten Blick haben sie nichts gemeinsam, was aber niemand weiß: Sie sind Mitglied auf der Online-Plattform Deathbook geworden und müssen nun ihren Beitrag leisten: Töten oder getötet werden!

Andreas Winkelmann

Andreas Winkelmann, Jahrgang 1968, ist laut seiner offiziellen Homepage „Der neue Stern am deutschen Thrillerhimmel“. Mit im Moment 9 veröffentlichten Romanen kann man ihn aber mit Sicherheit als sehr fleißig bezeichnen. Der Autor lebt mit Frau und Kind in der Nähe von Bremen.

Deathbook – Meine Meinung

Eine Ich-Erzählung ist nicht unbedingt eine seltene Stilform. Dass aber wie in dem vorliegenden Buch das „Ich“ den Autor selbst mit Namen und Charakter beschreibt, ist eher außergewöhnlich, wenn auch nicht unbedingt neu. Ich denke, dass ein Autor auf diese Weise versucht, seiner Erzählung ein Plus an Authentizität zu verleihen. In diesem Fall ist dies ein gelungener Kontrapunkt zu den anderen Geschehnissen, die im Virtuellen ihren Ursprung haben.

Die Erzählung ist von Anfang bis Ende spannend, wenn man auch für meinen Geschmack viel zu intensiv in der tiefen Trauer der Eltern und des Onkels um die junge Kathi baden muss. Über die Plausibilität der Ereignisse braucht man sich gar nicht unterhalten, natürlich würde im wahren Leben der Privatermittler Winkelmann sofort verhaftet werden.
Und sie haben Recht, Herr Winkelmann: Ein Autor, der seinen Täter unter frühkindlichen Traumata leiden lässt, gehört der Marsch geblasen.
Die Quintessenz aber bleibt: Denn die Gefahren, denen wir uns aussetzen, indem wir im Internet private Daten preisgeben, sind nicht zu unterschätzen. Denn die neuen Techniken bieten Überwachungsmethoden, von denen man früher nicht gewagt hat, zu träumen.
Dies verleiht dem Thriller „Deathbook“ eine besondere Brisanz in der heutigen Zeit der sogenannten Sozialen Medien.

Bibliografisches:

Deathbook Buchcover

Bibliografisches zu dem Titel „Deathbook“

  • Titel: Deathbook
  • Autor: Andreas Winkelmann, Gregor Middendorf (Illustrator)
  • Broschiert: 448 Seiten
  • Verlag: Wunderlich; Auflage: 2 (6. Dezember 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3805250649
  • Preis Stand August 2017: 9,99 € (Broschiert), 9,99 € (Kindle), 19,95 € (Audio CD) 
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Mit dieser Rezension beteilige ich mich an Daggis Buchchallenge 2015, Aufgabe 10: Lese ein Buch, dessen Cover Euch nicht angesprochen hat. (Schaut euch das Foto an …)

Alle Fotos: Deathbook, der spannende Thriller von Andreas Winkelmann ©sabienes.de
Text: Deathbook, der spannende Thriller von Andreas Winkelmann ©sabienes.de

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Deathbook, der spannende Thriller von Andreas Winkelmann
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