Der Golem – Ein fantastisches Buch von Gustav Meyrink

30. Januar 2012 2 Von Sabiene
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der Golem

Der phantastische Klassiker: Der Golem von Gustav Meyrink

Prag, Anfang des 20. Jahrhunderts. Laut einer alten jüdischen Legende soll es dem Wunderrabbi Löw aus Prag gelungen sein, eine Tonfigur zum Leben zu erwecken, in dem er ihm einen Zettel mit heiligen kabbalistischen Symbolen unter dessen Zunge legte. Der „Golem“ geht nun alle 33 Jahre um und lebt in einem mysteriösen Haus in einem Zimmer ohne Zugang.
Der anonyme Erzähler schlüpft im Traum in die Rolle des Gemmenschneiders Athanasius Pernath und trifft in dieser Person auf den Golem. Er versucht hinter das Geheimnis dieses Monsters zu kommen und gerät dadurch in höchste Not und Gefahr. Als er endlich wieder aus seinem Schlaf erwacht, vermischen sich Traum und Wirklichkeit.

Die Kabbala

Die Kabbala ist die spirituelle Geheimlehre der Juden. Die Sängerin Madonna hat einst gemeint, sie begriffen zu haben und schmückt sich seither mit einem roten Wollbändchen.

Gustav Meyrink

Gustav Meyrink, geboren 1868 in Wien, gestorben 1932 in Starnberg, gilt als einer der hervorragendsten Autoren von phantastischer Literatur. Seine Romane spielen häufig in Prag und München, zwei Städte, zu denen er angeblich eine Hausliebe pflegte. Seine Romane spiegeln auch immer einen Hang zum Übersinnlichen, Mystischen wieder. Die Ansätze in ihnen sind häufig den großen Weltreligionen entlehnt. Dadurch wurden seine Werke in den 80er Jahren zum Must-Read verschiedener New-Age- und Eso-Gruppierungen.
Er kreidete aber auch gerne das Spießbürgertum an und plädierte für eine menschlichere Gesellschaft. Es wundert wohl kaum, dass dieser Schriftsteller während der Nazi-Zeit zu den verbotenen Autoren gehörte.

Gustav Meyrink wird oft in einem Atemzug mit E.T.A. Hoffmann und Edgar Allan Poe, manchmal aber auch mit Franz Kafka genannt.

Der Golem – Meine Meinung

Golem

Ein Golem, original aus Prag, aber ohne Zettelchen im Mund

Diese Legende des Golems ist aber scheinbar nur eine Randerzählung. Eigentlich versinnbildlicht diese Lehmfigur eine Art „Massenseele“ oder einen „seelenlosen Mensch der Masse“ ohne eigenen Willen.
Man muss den Roman vor dem geschichtlichen Hintergrund betrachten. Denn nur ein Jahr nach dessen Erstveröffentlichung begann bereits der Erste Weltkrieg.
Aber auch ohne dieses Wissen ist dieser Klassiker zugleich eine wunderbare und spannende Erzählung aus der Welt des Phantastischen, die einen wirklich fasziniert.

Man sollte dieses Buch lesen, nachdem man an einem nebligen Novembertag Prag besucht hat, man sollte mindestens einmal über die Karlsbrücke gegangen sein und vor der alten Synagoge gestanden haben.

Das Thema Golem ist auch in dem Scheibenweltroman Hohle Köpfeir?t=mondyoga 21&l=as2&o=3&a=3442453984 - Der Golem - Ein fantastisches Buch von Gustav Meyrink von Terry Pratchett recht schön umgesetzt worden.

Bibliografisches

Der Golem von Gustav Meyrink

Bibliografisches zu dem Buch „Der Golem“

  • Titel: Der Golem
  • Autor: Gustav Meyrink
  • Erstveröffentlichung: 1913 in der Zeitschrift Die weißen Blätter
  • Gebundene Ausgabe: 253 Seiten
  • Verlag: Anaconda (31. März 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866470010
  • Preis (Stand August 2017): 0,00 € (Kindle), 5,95 € (Gebundene Ausgabe) 6,00 € (Taschenbuch), 15,95 € (Audio-CD)
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(Alle Angaben ohne Gewähr)

Bei Monstermeute & Zeuchs lautet das Buchthema der Woche ‚Monster‘ und eigentlich trifft dies nicht so ganz mein Lieblingsgenre.
Dafür gibt es (zur Strafe) Monster in etwas schwerer Kost, nämlich sozusagen das Ur-Monster, der Vater aller Monster:

Alle Fotos: Der Golem – Ein fantastisches Buch von Gustav Meyrink ©Sabienes.de
Text: Der Golem – Ein fantastisches Buch von Gustav Meyrink ©Sabienes.de

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