Gletschergrab, ein Island-Thriller von Arnaldur Indriðason [Rezension]

20. Dezember 2011 0 Von Sabiene
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Gletschergrab von Arnaldur Indriðason

Gletschergrab – Gefangen im isländischen Eis

Am Ende des 2. Weltkriegs verunglückt im Schneesturm ein Flugzeug über Island. Die Absturzstelle liegt am Vatnajökull, dem größten Gletscher Europas. Der Absturz wurde zwar beobachtet, aber das Flugzeug konnte nie gefunden werden. Erst über 50 Jahre später wird es auf Grund der Klimaerwärmung vom Gletscher wieder freigegeben. Und zwar mitsamt seinen tiefgefrorenen Insassen.
Und seinem Geheimnis.

Denn hier lag unter dem fast ewigen Eis und Schnee eine deutsche Maschine vergraben, keine amerikanische – wie ursprünglich angenommen.
Der amerikanische Geheimdienst CIA versucht wie wild, das Vorhandensein dieser Maschine und ihrer Fracht zu vertuschen. Allen voran der sadistische Ratoff, dem alle Mittel recht sind, in einer geheimen Mission die Bergung durchzuführen.
Dies müssen auch Elias und Johan erfahren. Die beiden Isländer befinden sich rein zufällig zu einer Rettungsübung auf dem Gletscher. Und auch Kristin, Elias‘ Schwester,gerät plötzlich in Lebensgefahr.
Denn sie hat mit ihrem Bruder sein letztes Telefonat geführt.

Arnaldur Indriðason

Arnaldur Indriðason, Jahrgang 1966 wurde als Sohn des isländischen Schriftstellers Indriði G. Þorsteinsson in Reykjavík geboren. Er studierte in Geschichte und arbeitete nach seinem Examen als Journalist bei einer isländischen Tageszeitung. 
Indriðason lebt mit seiner Familie in Island. 
Zur Info: So weit ich weiß, spricht man das ð in seinem Namen wie das englische th (that) aus. 

Gletschergrab – Meine Meinung

Dieser Spionagethriller stammt aus dem Jahr 1999. Aber hier lässt der Autor Arnaldur Indriðason einmal nicht seinen melancholischen Kommissar Erlendur auf die vordersten Plätze. Im Gegenteil haben wir es mit „normalen“ Menschen und Antihelden zu tun. Die jungen Leute stolpern zufällig in den Mittelpunkt einer unglaublichen Verschwörung. Für die Protagonisten fast unglaublich hat diese ihren Ursprung einer Zeit, als sie noch gar nicht geboren waren.
Tatsächlich gab es zum Ende des letzten Krieges die geheime Idee eines Militärszenarios namens „Operation Napoleon“. Hieraus spinnt der Autor gekonnt eine Geschichte, die nicht ganz unplausibel klingt.
Allerdings hofft man heimlich beim Lesen, dass sie wirklich bloß fiktiv sei.

Mein Fazit:

Das ganze Buch ist so spannend, dass ich manchmal kaum habe weiterlesen konnte. So schrecklich und hoffnungslos erschienen mir die Erlebnisse der jungen, symphatischen, isländischen Protagonisten.
Meines Erachtens begeht Indriðason in diesem Buch den Fehler vieler anderer Autoren. Seine Helden lässt er nämlich niemals an Hunger oder Harndrang verzweifeln. Trotzdem hat man hier einen spannenden und interessanten Thriller aus einem seltsamen, interessanten Land in der Hand.

Wem könnte dieses Buch gefallen?

  • Liebhaber von richtig guten, spannenden Thrillern
  • Leser, die gerne mehr über Island erfahren möchten
  • Menschen, die gerne nach Island reisen würden, aber so schnell sich diesen Wunsch nicht erfüllen können

Für wen ist dieses Buch nicht geeignet?

  • Ängstliche Leser
  • Leser, die sich mit dem Nationalsozialismus und dem 2. Weltkrieg nur sehr eingeschränkt auseinander setzen wollen. 

Bibliografisches

Gletschergrab Island-Thriller buchcover

Bibliografisches zu dem Buch „Gletschergrab“

  • Titel: Gletschergrab
  • Autor: Arnaldur Indriðason, Coletta Bürling (Übersetzung), Kerstin Bürling (Übersetzung)
  • Originaltitel: Napóleonskjölin
  • Taschenbuch: 368 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch); Auflage: DE (18. Januar 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 340415262X
  • Preis Stand September 2017: 7,99 € (Taschenbuch), 6,49 € (Kindle), ab 2,99 € (Audio-CD, gesprochen von Ulrich Pleitgen)
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(Alle Angaben ohne Gewähr)

Alle Fotos: Gletschergrab, ein Island-Thriller von Arnaldur Indriðason [Rezension] ©sabienes.de
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