Kleine Kinder, kleine Sorgen – Große Kinder, große Sorgen?

19. März 2009 Aus Von Sabiene
Kleine Kinder

Über Kinder, Sorgen und Verantwortung

Wie sagt der Volksmund immer so schön:

Kleine Kinder – kleine Sorgen;

Große Kinder – große Sorgen.

Entweder habe ich nicht die passenden Kinder für diesen Spruch oder der Herr Volksmund hat da was falsch verstanden.

Kleine Kinder – Kleine Sorgen

Nächtliches Vertreiben der obligaten Monster unterm Bett, Fiebermessen oder das Wachsen der Zähnchen kurz nach Mitternacht können einen ziemlich ans Limit bringen. Besonders wenn eine solche Nacht um halb Sechs Uhr morgens mit einem fröhlichen Kinderkrähen beendet wird. Eine längere Autofahrt mit einem quengelnden Kind auf dem Rücksitz kann für jeden Erziehungsberechtigten zum Vorhof der Hölle werden.
Später werden die Nächte natürlich immer ruhiger, dafür fordern einen Erklärungen zur Notwendigkeit von Verzehr diverser Gemüsesorten genauso heraus, wie die Betreuung bei den Hausaufgaben und Termine beim Lehrer.

Große Kinder?

Wer mit seinem Sprössling keinen Konsenz über die Bestandteile adäquater Bekleidung findet, hat es schwer. Aber immerhin sind sie in diesem Alter in der Lage, den Kühlschrank selbstständig zu öffnen.

Man begleitet seine Kinder von Geburt an und bekommt von ihnen einen Spiegel vorgesetzt.

In jeder Familie gibt es Eigenheiten, Hobbies, Traditionen die von den Kindern hinterfragt werden und mit denen sich die Eltern auseinander setzen müssen:

„Warum geht ihr so spät ins Bett?“

„Warum rauchst du?“

„Darf ich auch mal ein Bier trinken?“

Da hilft keine Ausrede nach dem Motto: „Das ist nunmal so“ oder: „Sei nicht so frech!“

Da hilft oft nur Geradlinigkeit, Ehrlichkeit und Verantwortungsgefühl. Das gilt besonders, wenn die Kinder aus dem Alter heraus sind, in dem sie mit einer Milchschnitte zufrieden sind.

Die Verantwortung gegenüber seinen Kindern

Und bei allem Mitgefühl mit den betroffenen Eltern der jugendlichen Amokläufer, die wir in den Nachrichten ertragen mussten, sage ich mal ganz provokant:

Ihr seid mit Schuld, wenn euer Kind zur Waffe greift und ein Blutbad anrichtet.

Vielleicht habt ihr selbst eure Verantwortung dem Kind gegenüber und eurem Waffen-Hobby gegenüber nicht erkannt oder unterschätzt.

Oder nicht gewusst.

Und es war euch vielleicht auch egal.

Ihr habt es nicht verstanden, euren Kindern einen vernünftigen Umgang mit der eigenen Hilflosigkeit und Aggression zu lehren.

Ihr habt vielleicht eure Kinder schutzlos allen möglichen Einflüssen in den Medien ausgesetzt und eine kontroverse Diskussion im Elternhaus vermieden.

Und da ich sehr gut weiß, dass derjenige, der in der Kindererziehung alles richtig macht, den ersten Stein werfen darf, bin ich wieder ganz ruhig und sage nur noch:

Kleine Kinder – kleine Sorgen;

Große Kinder – ANDERE Sorgen.

(Und bete bei Gott, nicht allzu viele Fehler gemacht zu haben!)

Foto: Kleine Kinder, kleine Sorgen – Große Kinder, große Sorgen?  ©Sabienes.de
Text: Kleine Kinder, kleine Sorgen – Große Kinder, große Sorgen? ©Sabienes.de

Zusammenfassung:
Kleine Kinder, kleine Sorgen - Große Kinder, große Sorgen?
Titel
Kleine Kinder, kleine Sorgen - Große Kinder, große Sorgen?
Beschreibung
Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen, der Spruch aus dem Volksmund ist falsch, die Sorgen werden anders.
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