Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger von Ang Lee – Ganz großes Kino in 3D

16. Januar 2013 8 Von Sabiene
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Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger oder: Farbrausch auf hoher See

Pi Patel (Suraj Sharma), sein eigentlicher Name lautet Piscine Molitor Patel, ist ein außergewöhnlicher junger Mann.
Behütet aufgewachsen als jüngster Sohn eines Zoodirektors im französisch-indischen Pondichery, interessiert sich nicht nur für die mathematische Kreiskonstante π und ihre Stellen hinter dem Komma, sondern auch für Religion, oder genauer gesagt: für ALLE Religionen.

Nachdem sein Vater beschließt, den Zoo zu verkaufen und ein neues Leben in Kanada zu beginnen, begibt sich die Familie mitsamt den Tieren auf einen japanischen Frachter.
Mitten im Pazifik gerät das Schiff in Seenot gerät und sinkt.

Pi ist der einzige Überlebende.
Und ein Zebra.
Und eine Hyäne.
Sogar ein Orang Utan ist mit an Bord.
Und dann sitzt da noch ein gefährlicher Tiger in seinem Rettungsboot, der naturgemäß alle Bootsinsassen als seinen persönlichen Proviant betrachtet.
Allein in den Weiten des Pazifischen Ozeans muss Pi lernen, mit dem wilden Tier die Gefahren auf hoher See zu überleben.

Hintergründe

Der Film basiert auf dem Roman Schiffbruch mit Tiger von Yann Martelir?t=mondyoga 21&l=as2&o=3&a=3596196981 - Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger von Ang Lee - Ganz großes Kino in 3D aus dem Jahr 2001 (Amazonlink). Er wurde unter der Leitung des taiwanesischen Regiesseurs Ang Lee (Brokeback Mountain) nach einem Drehbuch von David Magee im Jahr 2012 gedreht.
Der Film ist zu einem Großteil am Computer produziert und macht daraus auch keinen Hehl.
Im Gegenteil macht das Filmteam aus der Not, einen Film mit wilden Tieren in unwirtlicher Kulisse zu verwirklichen, eine Tugend und entwickelt aus den technischen Möglichkeiten eine unvergleichliche Bildkunst.
Durch den optischen Aufbau der Szenen und einer exquisiten 3D-Technik fühlt man oft inmitten eines surrealen Gemäldes, wie von Salvador Dalí auf dem LSD-Trip gemalt.

Life of Pi – Meine Meinung

Ich hatte keine Vorstellung von diesem Film und dachte, dass schlimmstenfalls eine Mischung aus Waterworld und Bollywood auf mich wartet.

Und ich bin mehr als positiv überrascht worden!

Der Film überzeugt nicht nur durch seine Bildgewalt, er ist witzig, spannend, spricht von Liebe und von Gott und er ist weise.

Am Ende von Pi’s Odyssee gibt es eine Szene auf einer einsamen Insel mit putzigen Erdhörnchen, die ich anfangs als einen Fehlgriff ansah.

Inzwischen denke ich, dass sich auch diese Episode mit der Erzählung zu einem Ganzen verwebt.

Dazu muss man wissen, dass Pi zwei verschiedene Versionen seiner Geschichte erzählt. Die eine Version handelt von der Reise mit dem Tiger und wird einem kanadischen Schriftsteller berichtet, die andere Version ist für die Versicherungsgesellschaft.

Ich sehe in dieser Reise eine Metapher für den Eintritt eines Jugendlichen in das Erwachsenenalter, das Heranreifen zu einer Persönlichkeit mit allen Gefahren und allen Höhen und Tiefen. Denn das wilde Tier steckt in einem Selbst,
Da kann eine scheinbar friedliche Insel eine unerwartete Bedrohung bedeuten.

Und irgendwann mag es eine schmerzliche Erkenntnis sein, dass man den wilden Tiger des Aufbegehrens, der da in einem haust, nicht mehr braucht.
Weil man angekommen ist.

Auszeichnungen

Life of Pi wurde für unzählige Awards nominiert und hat auch einige erhalten. Zum Beispiel erhielt er 2013 vier Oscars in den Kategorien Bester Film, Beste Kamera, Visuelle Effekte und Beste Filmmusik. Einen Golden Globe Award gab es für die Beste Originalmusik und die AFI Awards kürten ihn zum Film des Jahres 2013.
Außerdem erhielt Ang Lee einen Award von der International 3D Society. Wirklich erstaunlich, wenn man bedenkt, dass Lee sich bislang geweigert hatte, 3D-Filme zu drehen.

Fazit

Life of Pi ist nicht nur ein spannender Abenteuerfilm, es handelt sich hier um ein wahres Kinoerlebnis. Der Film ist witzig, weise und einfach atemberaubende. Die Einschlafquote war diesmal 0,0 trotz einem zweistündigen Starren durch die 3D-Brille. 
Auch wenn ein solches Werk am besten auf einer Kinoleinwand angesehen werden sollte, kann ich auch die DVD-Version nur wärmstens empfehlen.

Filmografisches:

life of pi filmplakat

Filmografisches zu dem Film: „Life of Pi“

  • Titel: Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger
  • Originaltitel: Life of Pi
  • Produktionsland: Vereinigte Staaten
  • Originalsprache: Englisch, Tamil, Japanisch, Französisch
  • Erscheinungsjahr: 2012
  • Länge: 127 Minuten
  • Altersfreigabe: FSK 12
  • Regie: Ang Lee
  • Drehbuch: David Magee
  • Besetzung:
    • Suraj Sharma: Pi Patel
    • Irrfan Khan: erwachsener Pi Patel
    • Ayush Tandon: Pi Patel (Alter: 11/12)
    • Gautam Belur: Pi Patel (Alter: 5)
    • Adil Hussain: Santosh Patel
    • Tabu: Gita Patel
    • Ayan Khan: Ravi Patel (Alter: 7)
    • Mohd Abbas Khaleeli: Ravi Patel (Alter: 13/14)
    • Vibish Sivakumar: Ravi Patel (Alter: 18/19)
    • Rafe Spall: Schriftsteller
    • Gérard Depardieu: Schiffskoch
    • und andere
  • Preis Stand Januar 2018: 3,99 € – 6,98 € (Amazon Video) 7,97 € (Blu-ray) 5,97 € (DVD)
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(Alle Angaben ohne Gewähr)

Alle Fotos: Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger von Ang Lee – Ganz großes Kino in 3D ©sabienes.de
Text: Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger von Ang Lee – Ganz großes Kino in 3D ©sabienes.de

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Zusammenfassung
Datum
Gegenstand
Film: Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger
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