Lost Merkel – Eine satirische Detektivgeschichte von Bernd Zeller

21. März 2013 2 Von Sabiene
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Lost Merkel von Bernd Zeller

Lost Merkel – Die verrückte Entführung der unheimlichen Kanzlerin

Eines schönen Tages verschwindet Angela Merkel aus dem Kanzleramt. 
Obwohl kein Erpresserschreiben eingeht, ist klar: die Bundeskanzlerin ist entführt worden!
In diesem Fall ermittelt die mit allen Wassern gewaschene Privatdetektivin Bettina Wulff flankiert von einem Assistenten aus dem Ministerium. 
Was sie dabei aufdecken ist ein Komplott von Zombies und Vampiren, bei denen Norbert Röttgen und Ursula von der Leyen keine unwesentliche Rolle spielen.

Über den Autor Bernd Zeller

Der Satiriker und Grafiker Bernd Zeller (Jahrgang 1966) arbeitet als freier Autor für das Satiremagazin Titanic und der Neuauflage von Pardon und diente als Gag-Schreiber für die Harald-Schmidt-Show.
Das vorliegende Buch ist mitnichten ein Erstling, er hat bereits viele andere Bücher geschrieben, teils satirischer Art, teils für Kinder.

Lost Merkel – Meine Meinung

Seine grafische Heimat bringt Zeller in seinem Buch mit 10 Zeichnungen und der Gestaltung des Titelbilds zum Ausdruck.
Seine Cartoons fand ich teilweise sehr gelungen, manchmal aber auch unverständlich.

In diesem satirischen Detektivroman lässt er viele der momentanen Anti-Symphatieträger zu Wort kommen.
Allen voran natürlich die Bundeskanzlerin, flankiert von Politikergrößen wie Schäuble, Friedrichs, von der Leyen, Stoiber und sehr unverdient den Röttgen, seines Zeichens Ex-Minister.
Aber auch der Medienadel, repräsentiert von Stefan Aust bekommt sein Fett weg.

Es gehört viel Mut dazu, der ewig blöden Bettina Wulff eine Rolle als Privatdetektivin zuzugestehen. Aber vielleicht haben ihn da auch ein bisschen die jüngsten Entwicklungen überholt, wie man an den allerliebsten häuslichen Szenen mit Christian Wulff sehen kann. Dennoch hätte er diesen Job genauso von Kristina Schröder oder Karin („Muschi“) Stoiber übernehmen lassen können.

Zeller bearbeitet auch ein paar Szenetrends, wie das Revival der Yps-Gimmicks, die man sehr gut zur Verbrecherjagd verwenden kann (wenn man diejenigen findet, die auch funktionieren) und das alltägliche Protestgeschwafel in der Berliner Innenstadt mit Kundgebungen nach dem Motto: „Wir sind dafür, das wir dagegen sind!“

Fazit:

Ein Buch mit 103 Seiten ist schnell gelesen, besonders wenn die letzten 12 Seiten aus einer Leseprobe und Verlagswerbung bestehen.
Zudem Zeller hier mit leichter Hand eine schnelle Story skizziert.

Aber leider skizziert er nur.

Denn ich finde, er hätte alle seine guten Ideen, seine Gags und seine Message in Lost Merkel besser ausarbeiten können.
Dann wäre daraus vielleicht ein wirklich wichtiges Buch entstanden und keine Burlesque mit politischen Scheingrößen. 
Ich hätte mir eine Satire gewünscht, mit deren Hilfe dem Leser deutlich vor Augen geführt wird, mit welcher Ignoranz und Perfidie Frau Merkel und ihr Freundeskreis unser Land regieren und über unser aller Schicksal bestimmen.

Wem könnte dieses Buch gefallen:

  • Lesern, denen die Zusammensetzung der Politiklandschaft von 2013 noch geläufig ist
  • Lesern, die eine seichte Politiksatire mögen
  • Merkelhasser

Für wen wäre dieses Buch weniger geeignet:

  • Leser, die sich nicht für Politik interessieren
  • Leser, die sich sehr bierernst mit Politik auseinander setzen
  • Eingefleischte CDU-Wähler

Bibliografisches

lost merkel satire

Bibliografisches zu dem Buch „Lost Merkel“

  • Titel: Lost Merkel
  • Autor: Bernd Zeller
  • Gebundene Ausgabe: 103 Seiten
  • Verlag: Solibro Verlag; Auflage: 1 (4. März 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3932927567
  • Preis Stand August 2017: 8,95 € (Taschenbuch); 0,00 € (über kindleunlimited)
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(Alle Angaben ohne Gewähr)

Alle Fotos: Lost Merkel – Eine satirische Detektivgeschichte von Bernd Zeller ©sabienes.de
Text: Lost Merkel – Eine satirische Detektivgeschichte von Bernd Zeller ©sabienes.de

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