Maskenspiel – Ein Bamberg-Krimi von von Friederike Schmöe

4. Juli 2011 6 Von Sabiene
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Maskenspiel – Ein Lokalkrimi aus Bamberg von Friederike Schmöe

Die Jungdetektivin Katinka Palfy hat sich mit einer Detektei gerade selbstständig gemacht und erhält nun ihren ersten Auftrag. Am Lehrstuhl des Romanisten Professor Laubach an der Bamberger Universität gibt eine Serie von seltsamen Diebstählen. Dabei verschwinden Disketten, CD-ROMs, Briefpost und die Datensicherungen wurden überspielt. Ein klarer Fall von Sabotage. Aber wer von den eitlen Akademikern war der Täter? Wer trägt einen Nutzen von dem Verschwinden dieser Daten?
Palfy verstrickt sich immer mehr in das Netz dieser futterneidischen Akademikertruppe. 

Friederike Schmöe

Friederike Schmöe, Jahrgang 1967 studierte Romanistik und Germanistik in Bamberg.
Neben ihrer Dozententätigkeit in Bamburg und im Saarland hat sie sich dem Verfassen von Kriminalromanen verpflichtet. Das vorliegende Buch ist der erste Band der Katinka-Palfy-Reihe, die meines Wissens bereits auf 14 Bände angewachsen ist.

Maskenspiel – Meine Meinung

Da die meisten von uns Krimilesern nicht in London, Venedig oder gar Ystadt wohnen, erfreuen sich Kriminalromane mit heimatlichen Bezug großer Beliebtheit.
Und so gelangt man durch dieses Buch zu einem erweiterten Einblick in das Bamberger Stadtbild und der dortigen Gastronomie. Die Autorin wird sich dort wohl nun einer besonderen Beliebtheit erfreuen.

Die Autorin kennt das Milieu an den Lehrstühlen von vorderster Front. Dadurch erscheinen die Hergänge und Abläufe allesamt nachvollziehbar und schlüssig.
Doch leider lässt sie ihre Protagonisten Katinka mit allzu leichter Hand agieren. Denn wer Verdächtige nach dem Motto befragt: „Haben Sie die Diskette gestohlen?“ wird der Wahrheit nicht sehr viel näher kommen.
Andererseits beschreibt sie die Akteure so gekonnt, dass man das Arbeitsklima in dem Lehrstuhl mitsamt dem ganzen Dünkel, Futterneid und Stutenbissigkeit fast körperlich wahrnimmt.

Bemerkenswert ist, dass dieser Kriminalroman ohne Mord und Totschlag auskommt. Inzwischen ist das bei den modernen Veröffentlichungen des Genres wirklich eine Seltenheit. Ob die Autorin dieses Motto der Gewaltfreiheit in allen ihren Büchern durchhalten kann?
Während der Lektüre bekommt man richtig Lust, einmal wieder diese oberfränkische Stadt mit ihren tollen Gebäuden und Gasthäusern zu besuchen.
Alles in allem handelt es sich bei Maskenspiel um einen netten, leichten Roman, der schön zu lesen ist. Und zum Ende wird es sogar noch richtig spannend!

Wem könnte dieses Buch gefallen?

  • Allen Lesern, die Bamberg kennen und lieben.
  • Sensiblen Lesern, die auf ein Blutbad während der Lektüre verzichten können.
  • Lesern, die kleine und unbekannte Autoren zu schätzen wissen.

Für wen wäre dieses Buch eher nicht geeignet?

  • Leser, für die ein Kriminalfall immer auch ein Mordfall darstellt.
  • Leser, die sich bei ihrer Buchauswahl an die Bestesellerlisten halten.
  • Alle Leser, die mit Lokalkrimis gar nichts anfangen können.

Bibliografisches

maskenspiel buchcover friederike schmoe

Bibliografisches zu dem Buch „Maskenspiel“

  • Titel: Maskenspiel, Katinka Palfys erster Fall
  • Autor: Friederike Schmöe
  • Taschenbuch: 309 Seiten
  • Verlag: Gmeiner-Verlag; Auflage: 9., 2014 (1. Februar 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3899776364
  • Preis Stand Oktober 2017: 9,90 € (Taschenbuch), 8,99 € (Kindle)
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(Alle Angaben ohne Gewähr)

Alle Fotos: Maskenspiel – Ein Bamberg-Krimi von von Friederike Schmöe ©sabienes.de
Text: Maskenspiel – Ein Bamberg-Krimi von von Friederike Schmöe ©sabienes.de

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Zusammenfassung
Datum
Gegenstand
Maskenspiel
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