Modetorheiten, denen wir (nicht) zum Opfer fallen mussten

1. August 2012 11 Von Sabiene
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Rückansicht einer Skulptur für Modetorheiten

Modetorheiten

In punkto Modetorheiten begannen für uns Fashionistas vor 10 oder 15 Jahren schwere Zeiten.

Damals begab es sich nämlich, dass bei den Hosen der Bund immer weiter nach unten rutschte. Dabei kam er oft nur ganz knapp über dem Schambein zum Stehen.

Und als wäre das nicht schon schlimm genug. Die diversen Oberteile – also Blusen, T-Shirts und Jacken wurden immer kürzer und enger. Dadurch wurde ein ganzes Stück Bauch und Rücken plötzlich und unerwartet der frischen Luft ausgesetzt.

Dieser Look brachte manchen Lehrer der 5. Jahrgangsstufe gehörig ins Schwitzen, sowie vielen Nephrologen (Spezialisten für Erkrankungen von Blase und Nieren) zusätzliche Einnahmen. Tatsächlich sah er eigentlich nur bei solchen Mädchen und Frauen gut aus, die sowieso alles tragen können.

Normale Frauen (so wie du und ich), deren Bindegewebe die altersgemäße Entspannung mehrerer Schwangerschaften aufweist oder junge Frauen und Mädchen, die den Lügen der Fastfood-Industrie zum Opfer gefallen sind, wirken in einem solchen Outfit nicht unbedingt vorteilhaft.

Modetorheiten

Erfunden wurde diese Modetorheiten nicht etwa von irgendwelchen internationalen Designer mit frauenfeindlichem Weltbild.
Nein diese Erscheinung war lediglich die Folge eines weiteren, in dieser Zeit aufkommenden Zeitgeists. Er bestand darin, sich den Bauchnabel piercen zu lassen.

So ein Funkelsteinchen am Nabel ist ja etwas Hübsches. Aber er verträgt sich aber nicht besonders gut mit Reibung oder Druck, welche von Hosen- oder Rockbünde ausgehen.

Von einem Bauchnabel-Piercing war es dann nicht mehr allzu weit zum so genannten „Arschgeweih“ – ein tätowiertes Tribal. Dieses durfte plötzlich bei vielen Mädchen und Frauen den verlängerten Rücken schmücken.

Wer alle diese Insignien trug (Piercing, Tattoo, Hüfthose, kurzes Top) war cool, wer nicht, war der Depp (oder Deppin). Und der Münchner Kabarettist Michel Mittermeier hat dies zu einem nicht jugendfreien Sketch verarbeitet.

Ade Arschgeweih

Inzwischen dreht sich der Zeitgeist in eine andere Richtung und wer heutzutage mit Tätowierungen viel Geld verdienen will, sollte sie nicht erstellen, sondern entfernen.
Denn so eine Laserbehandlung zur Entfernen eines Tattoos ist nicht nur langwierig und schmerzhaft, sondern mit rund 8.000 € für die Entfernung eines Steißbeintatoos auch sehr, sehr teuer.

Schön, dass nun auch die Mode mitzieht und uns Fashionvictims den Hosenbund wieder etwas weiter oben tragen lässt und lange Oberteile beschert wie diese hier, die uns Mädels nicht nur untenrum warm halten, sondern auch noch einen schlanken Fuß machen!

Und wenn wir kein Tattoo tragen oder unser Tattoo so lieben, dass wir auf dessen Entfernung dankend verzichten, haben wir einen Haufen Geld gespart, den wir nun guten Gewissens ausgeben dürfen!

P.S.: Ich werte in diesem Artikel weder Tattoos noch Tattoo-Träger. Ich werte allerdings Hüfthosen!

Foto: Modetorheiten, denen wir (nicht) zum Opfer fallen mussten ©Sabienes.de
Text: Modetorheiten, denen wir (nicht) zum Opfer fallen mussten ©Sabienes.de

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Zusammenfassung:
Modetorheiten, denen wir (nicht) zum Opfer fallen mussten
Titel
Modetorheiten, denen wir (nicht) zum Opfer fallen mussten
Beschreibung
Modetorheiten der letzen Jahre: Hüfthose, Arschgeweih, also Tätowierung über dem Po und Bauchnabelpiercing - sind wir Opfer?
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