Namen-Los oder: die Macht der Vornamen

25. Juli 2009 0 Von Sabiene

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Namen

Namen-los

Namen haben nicht nur Macht.

Namen, besonders der Vorname lassen einen ein wenig ins Innere des jeweiligen Inhabers blicken.

Jeder Vorname ist der Träger der Wünsche und besonders der Hoffnungen, die die Eltern bei der Namensgebung an das Kind hatten.

Somit kann auch manch Vorname einen kleinen Einblick in das Innenleben der Erziehungsberechtigten geben.

Zum Beispiel die Eltern, die ihren Erstgeborenen „Sepp“ (also Josef) nennen, weil in der Familie schon alle Söhne Sepp heißen (außer der George, der hieß namlich Paul). Und somit passt der Bub in die Ahnenlinie der Hoferben oder Juniorchefs (in diesem Fall heißt der Sepp wahrscheinlich Hans-Georg).

Modenamen

Die Namensgebung hat oft was mit der augenblicklich herrschenden Mode zu tun. Siehe episodische Häufungen von „Siegfried“, „Wilhelm“, „Hermann“ oder „Natascha“.

Und manchmal auch mit dem liebsten Urlaubsziel. Siehe „Romana“, „Raphael“ oder „Solveig“.

Manchmal ist es auch der Traum von der ganz großen, weiten Welt, der einem dann Vornamen wie „Jennifer“, „Jessica“ oder „Kevin“ empfiehlt.

Was allerdings Eltern träumen, die ihr Kind „Justin-Phillipe“ oder „Petra Alexandra“ taufen, weiß nicht.

Wir alle müssen mit unseren Vornamen, die uns die Eltern gaben, leben. Fast jeder hatte mal eine Zeit, in der er lieber anders geheißen hätte. Dies zu überwinden und den eigenen Namen zu akzeptieren, gehört zu der Entwicklung eines gesunden Selbstgefühls dazu. Und schließlich haben unsere Eltern es wahrscheinlich gut gemeint, als sie uns auf einen bestimmten Namen haben taufen lassen.

Aber letztens sah ich eine Reportage über Kinder.

Dort wurde unter anderem über ein kleines Mädchen namens „Luna Soleil“ berichtet.

Da habe ich mir dann doch Sorgen gemacht.

Foto: Gruß mit meinem Namen auf einer Mauer in Regensburg ©Sabienes.de
Text: Namen-Los oder: die Macht der Vornamen ©Sabienes.de

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