Kinder, Ordnung und die andere Hälfte vom Leben

29. Dezember 2012 6 Von Sabiene

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Ordentliche Terrasse auf Teneriffa

Ordnung

Kinder haben meist einen anderen Sinn für Ordnung, als ihre Eltern.
Und weil das jeder weiß, hilft Mutti gerne beim Aufräumen.
Bei Jugendlichen ist das mit der Ordnung ebenso tragisch bestellt und Mutti betritt – außer sie fürchtet weder Tod noch Teufel – gar nicht erst deren Zimmer.

Hat man aber junge Erwachsene im Haus, so ist es sehr tragisch, wenn ihre Organisationsfähigkeit ihrer persönlichen Dinge ungefähr auf dem Stand eines Schulkindes stehen geblieben ist.

Ordnung im Haus

Ein unordentliches Kind kann einem zwar wunderbar schmerzhafte Abdrücke von Legosteinen auf den Fußsohlen bescheren, bei jungen Erwachsenen hingegen wird man sehr unvermutet auf herumliegende Kronkorken stoßen, wenn man nur ein paar Tage verreist gewesen ist.
Kleine Kinder können ihre Kleidung nicht selber in den Schrank räumen, junge Erwachsene wären dazu durchaus in der Lage – tun es aber nicht.
Kleine Kinder fragen, ob sie einen Jogurt haben dürfen. Junge Erwachsene essen den Kühlschrank samt Gefriertruhe leer und haben dann immernoch viel zu viel Hunger, um die Spülmaschine einzuräumen.

Und das Dreirad oder Fahrrädchen oder Bobbycar, dass uns früher eine freie Zufahrt in die Garage verwehrte, ist durch mehrere Autos ersetzt worden.

Mussten in Kleinkindertagen geliebte Plüschtiere auf dem Sofa sitzen, wird heute das Mobiliar von etlichen Freunden und Freundinnen mitbelagert, die uns Altvorderen um den Fernsehschlaf bringen, weil wir ja nicht peinlich sein wollen.

Nebenbei bemerkt bin ich der Überzeugung, dass ich allein an der Form der Glasränder auf dem Holztisch nicht nur feststellen kann, was und wie viel getrunken wurde, sondern auch wer alles in unserer Abwesenheit zu Besuch gekommen ist.
Und inzwischen halten der Mann und ich es für einen Segen, dass wir uns noch nicht auf ein neues Sofa (wie in diesem Artikel beschrieben) haben einigen können.

Wir werden alt?

Mir ist bewusst, dass ich jetzt gerade ziemlich am Schimpfen bin.

Vielleicht ist es auch das Alter, vielleicht ist man an der Aufzucht und Haltung des Nachwuchs‘ irgendwann ermüdet, zumal sich uns diese Aufgabe eigentlich nicht mehr stellen sollte.

Eigentlich wollen wir im Moment nichts anderes als ein bisschen mehr Ruhe und ein klein wenig Ordnung.

Und werden dadurch unseren eigenen Altvorderen immer ähnlicher …

Foto: Kinder, Ordnung und die andere Hälfte vom Leben ©Sabienes.de
Text: Kinder, Ordnung und die andere Hälfte vom Leben ©Sabienes.de

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Zusammenfassung:
Kinder, Ordnung und die andere Hälfte vom Leben
Titel
Kinder, Ordnung und die andere Hälfte vom Leben
Beschreibung
Ordnung ist für junge Leute anders definiert, als für die Eltern, die andere Hälfte vom Leben bringt den Generationenkonflikt
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