Und Jimmy ging zum Regenbogen – Johannes Mario Simmel

23. März 2013 14 Von Sabiene
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Regenbogen über einem Wasserfall für Jimmy ging zum Regenbogen

Regenbogen über dem Wasserfall Düden in Antalya

Nachdem ich in den letzten Wochen nicht dazu gekommen bin, etwas für das Projekt „52 Bücher“ von Monstermeute & Zeugs beizutragen, beiße ich seit fast einer Woche an der aktuellen Aufgabe rum.

Fellmonsterchen fragt nämlich nach Büchern rund um das Thema Regenbogen.

Tatsächlich ist der Regenbogen in der Weltliteratur nicht besonders gut platziert, aber ein Buch ist mir dennoch eingefallen:

Und Jimmy ging zum Regenbogen von Johannes Mario Simmelir?t=mondyoga 21&l=as2&o=3&a=B0025WQEPG - Und Jimmy ging zum Regenbogen - Johannes Mario  Simmel

Obwohl dieses Buch lange Zeit unglaublich populär gewesen ist, habe ich es leider nie gelesen.

Johannes Mario Simmel

Ich glaube, nur wenige Autoren, haben in den 70ern unverdienter Weise einen schlechteren Ruf genossen, wie Johannes Mario Simmel.

Seine Bücher galten als zu populistisch, als oberflächlich, als Kitschromane, deren Qualität sich nur unwesentlich von Erika-Romanen unterschied. Natürlich hatten wir damals Heinrich Böll und Siegfried Lenz zum Lesen!

Aber die größten Kritiker kamen weniger aus den Reihen derer, die sich regelmäßig einen Tacitus oder wenigstens einen Schiller zu Gemüte führen.
Manch ein eingefleischter Leser von Pearl S. Bucks fernöstlichem Kitsch oder britischer Familienkomödie wie „Morgens um 7 ist die Welt noch in Ordnung“ hielten sich für zu intellektuell anspruchsvoll, um einen Simmel zu lesen.

Mario Simmel hat mit seinen Büchern bestimmt nicht die ganz großen Tiefen literarisch ausgelotet, aber kann man einem Autor verübeln, wenn er quasi „für’s Volk“ schreibt?

Zumal seine Themen doch immer eine gewisse Brisanz hatten, bzw. haben, wenn sie den 2. Weltkrieg, bzw. den Nationalsozialismus und die Nachkriegs- und Aufbaujahre Deutschlands beschreiben.
Und in seinen Betrachtungen über die damals gern praktizierte Verlogenheit der Personen, die ja „schon immer Demokraten gewesen“ sind und von den ganzen Konzentrationslagern „nichts gewusst“ haben, dafür aber über den Bau der Reichsautobahnen nur Positives zu berichten hatten, war er durchaus unbequem.

Späte Ehrung

In Simmels Wahlheimat Österreich war man etwas freigiebiger mit Ehrungen und Preisen verschiedenster Art, als in Deutschland.

Das aber nur wenige Jahre vor seinem Tod (2009) ihn das Magazin SPIEGEL als einen der bedeutenden deutschsprachigen Nachkriegsautoren gewürdigt hat, wird ihn dann auch gefreut haben.

Auf jeden Fall habe ich nun mit „Und Jimmy ging zum Regenbogen“ ein neues Buch auf meiner Wunsch- und Leseliste, danke Fellmonsterchen!
Und ich hatte schon befürchtet, dass mir die Bücher ausgehen könnten.

Foto: Regenbogen über dem Wasserfall Düden bei Antalya ©Sabienes.de
Text: Und Jimmy ging zum Regenbogen – Johannes Mario Simmel ©Sabienes.de

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Zusammenfassung:
Und Jimmy ging zum Regenbogen - Johannes Mario  Simmel
Titel
Und Jimmy ging zum Regenbogen - Johannes Mario Simmel
Beschreibung
Das Buch Und Jimmy ging zum Regenbogen von Johannes Mario Simmel, einem der populärsten und verkanntesten deutschsprachigen Nachkriegsautoren
Autor