Slumdog Millionär – Ein preisgekröntes indisches Märchen

11. November 2010 0 Von Sabiene
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Slumdog Millionär – Indien, aber nicht Bollywood

Jamal (Dev Partel) und sein großer Bruder Salim (Madhur Mittal) schlagen sich durch Bombay und durch Indien mehr schlecht als recht durchs Leben. Während sein Bruder Salim eine Karriere als Kleinkrimineller anstrebt, sucht Jamal verzweifelt die hübsche Latika (Freida Pinto), seine Freundin aus Kindertagen. Deswegen bewirbt er sich bei einer Quizshow, der indischen Version von „Wer wird Millionär“. Und hofft, dass gerade sie ihm in dieser Sendung entdeckt. 
Aber kann ein einfaches Gassenkind, ein typischer „Slumdog“ die 20-Millionen-Rupien-Frage knacken?
Tatsächlich gibt es Zweifel an seiner Integrität und er muss sich sehr in Acht nehmen.

Slumdog Millionär – Meine Meinung

Diesen Film habe ich bislang für einen auf Hollywood-Gusto getrimmten Bollywood-Schinken gehalten. Aber nachdem ich die Abba-Musikelegie „Mamma Mia“ überstanden habe, dachte ich, mir könnte nichts Schlimmes mehr passieren. Und so saß ich eines Tages mit einer Todesverachtung vor meinen Plasma-Fernseher.
Und nun weiß ich: Dieser Film hat seine acht Oscars und seine vier Golden Globes zu Recht erhalten. Dazu kommen auch noch weitere internationale Auszeichnungen, die Liste ist wirklich ellenlang. Hätte er 20 Oscars erhalten, wäre er auch jede einzelne Auszeichnung wert gewesen! Denn dies ist nicht Bollywood, dies ist das wahre Leben.

Dieser Film ist prall gefüllt mit Story, Action, Abenteuer und Indien. Man findet hier kein Klischee von einer exotischen und farbenprächtiger Armut, wo sich alle dennoch so liebhaben. Das hier gezeigte Leben ist hart, unbarmherzig und schmerzlich authentisch. Wir sind so gebannt auf unserem Sofa gesessen, dass wir sogar vergaßen, einzuschlafen.
Der Film verzichtet auch zum Wohle aller auf jegliche Bollywood-Hopserei bis zur Schlussszene. Aber das ist eher witzig, statt nervig.

Ansonsten bleibt zu hoffen, dass wir noch sehr viel von der wunderschönen Freida Pinto sehen werden!

Übrigens handelt es sich hier einmal wieder um eine Literaturverfilmung. Die Originalvorlage mit dem Titel Rupien! Rupien! stammt von dem indischen Autor Vikas Swarup.

Fazit:

Regisseur Danny Boyle lässt seinen Akteuren sowie den Zuschauern kaum eine Atempause. Ich kann diesen Film jedem empfehlen, der gutes Kino liebt und ein bisschen märchenhafte Schönheit sehen möchte.

Filmografisches:

slumdog millionär filmposter

Filmografisches zu dem Film „Slumdog Millionär“

  • Titel: Slumdog Millionär
  • Originaltitel: Slumdog Millinaire
  • Produktionsland: Vereinigtes Königreich
  • Originalsprache: Englisch, Hindi
  • Erscheinungsjahr: 2008
  • Länge: 120 Minuten
  • Altersfreigabe: FSK 12
  • Regie: Danny Boyle
  • Drehbuch: Simon Beaufoy
  • Besetzung:
    • Dev Patel: Jamal K. Malik
    • Madhur Mittal: Salim K. Malik
    • Freida Pinto: Latika
    • Anil Kapoor: Prem Kumar
    • Irrfan Khan: Polizeikommissar
    • Saurabh Shukla: Sergeant Srinivas
    • Mahesh Manjrekar: Javed
    • Tanvi Ganesh Lonkar: mittlere Latika
    • Rubina Ali: jüngste Latika
    • Ayush Mahesh Khedekar: jüngster Jamal
    • Tanay Chheda: mittlerer Jamal
    • und andere
  • Preis Stand Januar 2018: 2,99 € – 8,99 € (Amazon Video) 8,79 € (Blu-ray) 8,29 € (DVD)
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(Alle Angaben ohne Gewähr)

Alle Fotos: Slumdog Millionär – Ein preisgekröntes indisches Märchen ©sabienes.de
Text: Slumdog Millionär – Ein preisgekröntes indisches Märchen ©sabienes.de
 

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Zusammenfassung
Datum
Gegenstand
Film: Slumdog Millionär
Bewertung
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