Snow White and the Huntsman – Kristin Stewart allein im Wald

20. Juni 2012 Aus Von Sabiene
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Nach einer (fast) wahren Geschichte

Falls euch die Lebensgeschichte von Schneewittchen und die 7 Zwerge nicht geläufig ist, hier ein paar Eckdaten:

Die schöne und reinherzige Königstochter Schneewittchen oder Snow White (Kristen Stewart) hat eine böse Stiefmutter Revenna (Charlize Theron), die ihr nach dem Leben trachtet.
Deswegen rettet sie sich in den dunklen, gefährlichen Wald, wo sie Hilfe bei kleinwüchsigen Bergarbeitern findet.
Ein Jäger (Chris Hemsworth), der der bösen Königin Schneewittchens Herz bringen soll, schließt sich im Film der schönen Prinzessin an.
Und der schöne Prinz ( Sam Claflin) ist im Film der adlige Nachbarsjunge, den sie aus dem Sandkasten kennt.
Derweilen kocht im Schloss die Königin vor Wut und saugt zur Erhaltung ihrer Schönheit noch ein paar Untertanen aus, Das geht aber nicht vampirmäßig von statten (damit könnte die blutsaugergeprüfte Bella aus der Twilight-Serie ja leben) – eher so auf energetischer Ebene.

Letztendlich siegt natürlich das Gute, Schneewittchen bleibt aber in Snow White and the Huntsman alleinstehend.

Snow White and the Huntsman – Meine Meinung

Wer das Märchen kennt und zudem Filme wie Herr der Ringe 1-3, Terminator 3, Die unendliche Geschichte, Robin Hood (egal welche Verfilmung), Avatar, Wanderhure, Jeanne d’Arc (vielleicht auch noch Die Päpstin) und den Schneewittchen-Zeichentrickfilm von Walt Disney gesehen hat, braucht diesen Film von Regisseur Rupert Sanders eigentlich nicht mehr anschauen.
Man hat nämlich den Eindruck, dass für Snow White and the Huntsman sämtliche guten Szenen und Momente aus diesen Filmen zusammengeschnitten worden sind.
Auf manche Fragmente hätte man auch gerne verzichtet, zum Beispiel die Kitschszenen im Feenland, die arg an die Disney-Adaption erinnern.

Auch ist der Film nicht immer ganz logisch und manchmal sogar dumm: Ein Apfelbaum blüht und hat gleichzeitig Früchte; die Königstochter verbringt Jahre im Kerker, kann aber nach ihrer Flucht sofort ohne Sattel reiten. Und gut angezogen ist sie auch.
Manche Szenen fand ich schlecht erklärt, vielleicht sind sie zu streng geschnitten worden. Dabei denke ich ganz besonders an das frühkindliche Trauma der schönen Revenna (böse Stiefmutter).

Hier treten zwei starke Frauen gegeneinander an (nicht nur in der Geschichte, auch von den schauspielerischen Leistungen her). Die eine kämpft um ihr Geburtsrecht, die andere will eine Männerwelt besiegen.
Die männlichen Rollen sind bis auf Revennas Bruder (Sam Spruell) und dem ein oder anderen Zwerg mehr als blass besetzt, was eigentlich schade ist.

Fazit:

Man kann sagen, dass dieser Film hauptsächlich von der strahlenden Schönheit einer Charlize Theron und den hängenden Mundwinkeln der Kristen Stewart lebt.

Trotzdem fand ich mich bei Snow White and the Huntsman gut unterhalten.
Die Geschichte ist filmisch sehr ansprechend umgesetzt. Es sind ein paar wirklich schöne Bilder dabei und die Actionszenen sind nicht allzu lang.

Und da es der Regisseur schafft, mehrere Genres zu bedienen, wird auch mal schön gesungen und ein ‚Hey-Ho‘ ist auch zu hören.

Während 127 Minuten bestand für mich keine Einschlafgefahr!

Nachtrag: Inzwischen gibt es sogar einen zweiten Teil. Er heißt: Snow White and the Ice Queen. Aber man muss sich nicht alles antun. 

Filmografisches:

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Filmografisches zu dem Film „Snow White and the Huntsman“

  • Titel: Snow White and the Huntsman
  • Originaltitel: Snow White and the Huntsman
  • Produktionsland: Vereinigte Staaten
  • Originalsprache: Englisch
  • Erscheinungsjahr: 2012
  • Länge: 127 Minuten
  • Altersfreigabe: FSK 12
  • Regie: Rupert Sanders
  • Drehbuch: Evan Daugherty, John Lee Hancock, Hossein Amini
  • Besetzung:
    • Kristen Stewart: Snow White
    • Raffey Cassidy: Snow White als Kind
    • Chris Hemsworth: Eric, the Huntsman
    • Charlize Theron: Königin Ravenna
    • Sam Claflin: William
    • Sam Spruell: Finn
    • Ian McShane: Beith
    • Bob Hoskins: Muir
    • Ray Winstone: Gort
    • Brian Gleeson: Gus
    • Nick Frost: Nion
    • Eddie Marsan: Duir
    • Toby Jones: Coll
    • Johnny Harris: Quert
    • Vincent Regan: Herzog Hammond
    • Lily Cole: Greta
    • Noah Huntley: König Magnus
    • Liberty Ross: Königin Eleanor
    • Izzy Meikle-Small: die junge Ravenna
    • Rachael Stirling: Anna
    • Dave Legeno: Broch
    • Jamie Blackley: Iain
    • Joey Ansah: Aldan
    • Mark Wingett: Tom der Rebell
    • und andere
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(Alle Angaben ohne Gewähr)

Alle Fotos: Snow White and the Huntsman – Kristin Stewart allein im Wald ©sabienes.de
Text: Snow White and the Huntsman – Kristin Stewart allein im Wald ©sabienes.de

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Snow White and the Huntsman - Kristin Stewart allein im Wald
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