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Vertraute Fremde, ein etwas seltsamer Film von Sam Garbarski

Irgendwo in Frankreich. Der frustrierte Comiczeichner Thomas steigt aus irgendwelchen Gründen in den falschen Zug und findet sich plötzlich in seinem Heimatdorf wieder. Am Grab seiner Mutter begibt er sich auf eine Zeitreise und ist plötzlich wieder vierzehn Jahre alt. Er lebt wieder bei seinen Eltern und geht zur Schule. Er weiß, dass in nur wenigen Tagen sein Vater die Familie für immer verlassen wird und versucht dies zu verhindern. Und gleichzeitig versucht er, seinen Vater zu verstehen. Vertraute Fremde – Meine Meinung Sam Garbarski ist der Regisseur, dem wir den genialen Film Irina Palm mit Marianne Faithful zu verdanken haben. Also ging ich frohen Mutes mit meiner Freundin ins Kino, um mir sein neustes Werk anzusehen. Gut an dem Film fand ich: die wirklich prächtigen Landschaftsbilder aus Frankreich das Thema Zeitreise (das ich im Übrigen hasse) wurde niemals überstrapaziert die schauspielerische Leistung des jungen Thomas (Léo Legrand) und des…

Von Sabiene 12. Juni 2010 0

Warum Sex and the City kein richtiger Frauenfilm sein kann

Tja, nun ist er raus. Der zweite Spielfilm des Serienerfolgs Sex and the City. In etwa sechs Monaten wird es ihn auf DVD geben. Und ungefähr einen Monat später bekommt man ihn in irgendeiner Tankstelle für 20 Rabattmärkchen oder als Beigabe zu einem Pfund Kaffee. Aber lieber schaue ich mir einen richtig guten Frauenfilm an. Warum ist Sex and the City nicht unbedingt ein Frauenfilm? Sex and the City (oder: ‘SATC’, wie die Fans liebevoll sagen) mag zwar ein herrlich dekatenter Streifen sein. Aber ein wirklicher Frauenfilm ist er für mich genauso wenig, wie ein Micky-Mouse-Trickfilm eine Tierverfilmung ist. Ein Frauenfilm, oder sagen wir mal etwas spezieller: ein guter Frauenfilm zeigt für mich den Traum, den eine Frau träumt. Und die Schwierigkeiten, die sie hat, um diesen zu verwirklichen. In diesem Traum kann es sich um Männer, Familie, Karriere handeln; seltener um neue Manolos und ähnlich überteuertes Outfit. Ich mag…

Von Sabiene 1. Juni 2010 2

Mängelexemplar – Ein wichtiges Buch von Sarah Kuttner [Rezension]

Depression ist ein Fucking Event!“ gibt ultramodern und schrecklich neudeutsch der Psychiater von sich. Und mit diesem „Fucking Event“ schlägt sich die liebe, neurotische und etwas schräge Karo Hoffmann seit einem Jahr herum – vielleicht aber sogar schon ihr ganzes Leben. Aber irgendwann mal kann sie sich und ihre Psyche nicht mehr mit witzigen Bemerkungen und sonstigem Gespiele schützen und fällt so nach Job- und Partnerverlust in ein tiefes, großes Loch mit Panikattaken und Depressionen. Aber sie hat Hilfe: ihre sonst so strenge Mutter (die selbst von Depressionen gebeutelt wurde), ein guter Freund, der einem Heiligen gleicht und eine auch betroffene Freundin. Mit ihnen hangelt sich Karo aus dem Loch hinaus hoch zu sich selbst. Samt Rückschlägen, und die kommen in Momenten, an denen man gar nicht mit ihnen rechnet. Sarah Kuttner Sarah Kuttner, Jahrgang 1979 hatte bereits in jungen Jahren durch ihren Vater, aber auch durch Freunde und Mitschüler…

Von Sabiene 9. März 2010 0

Vom Junkie zum Ironman – Lauf um dein Leben von Andreas Niedrig

Ich möchte diesmal das Buch und den Film vorstellen, nachdem ich letztes Jahr das Buch gelesen habe und kürzlich den Film sah. Aus dem Klappentext: Andreas Niedrig ist gerade einmal zwölf Jahre alt, als er zum ersten Mal Haschisch raucht. Nur zehn Jahre später ist er heroinsüchtig. Irgendwann hält seine Frau es nicht mehr aus und verlässt ihn mit dem gemeinsamen Kind. Mit unvorstellbarer Willenskraft gelingt es Andreas Niedrig, sein Leben von Grund auf zu ändern. Gegen alle Widerstände wird er zu einem der weltbesten Triathleten. Tatsächlich gelingt ihm der Sieg beim Ironman auf Hawaii. Vom Junkie zum Ironman – meine Meinung Das Beste bei dem Buch, sowie bei dem Film ist, dass es sich hierbei um eine wahre Geschichte handelt! Es ist schon sehr beeindruckend zu sehen, wie ein junger, hübscher und intelligenter junger Mann aus einer gutbürgerlichen Familie immer mehr ins Drogenmillieu abrutscht. Dass ist ein großer Unterschied…

Von Sabiene 19. November 2009 0

Taking Woodstock – Die Legende begann auf einer Kuhweide

Eine verschlafene Kleinstadt, ein herunter gekommenes Motel, dazu eine amerikanische gutbürgerliche Trostlosigkeit. Genau in diese Atmosphäre platzt das Organisationskomitee des Woodstock Festivals. Und krempelt alles um. Eine ausreichend große Weide wird gepachtet (nicht ohne das ein einfacher Farmer innerhalb von Stunden lernt, wie man reich wird) und das alte Motel wird zur Kommando-Base umgebaut. Diejenigen in der Stadt, die bei dem ganzen Spuk keine Geschäftlich machen können, sind böse verärgert. Mittendrin wird Elliot Teichberg (Demetri Martin), der Sohn der Motelbesitzer plötzlich erwachsen, entdeckt die Liebe (der Regisseur Ang Lee scheint bestimmte Coming Outs zu mögen) und so mancherlei anderes. Eigentlich will er immer mal bis zur Bühne kommen, schafft es aber nie, weil er immer unterwegs bei einem der Hippies hängen bleibt. Das Woodstock-Festival Das „Woodstock“ fand (offiziell) zwischen dem 15. und 17. August 1969 nahe der Kleinstadt Bethel im Bundesstaat New York statt. Damals traten dort 32 Bands vor…

Von Sabiene 1. Oktober 2009 0

(Fast) Schlaflos während der langen Nacht der Oscar-Verleihung

Gestern habe ich mir eine schlaflose Nacht gegönnt. Nicht. Ich war nicht bis in die Puppen im Fasching unterwegs. Ich musste mir unbedingt im Fernsehen die Liveübertragung der Oscar-Verleihung ansehen! Schuld daran ist meine Freundin Bella, die nach eigenen Angaben sich dieses Mega-Event regelmäßig gibt. Heute morgen habe ich mir geschworen, mir diese Verleihung in Zukunft als Zusammenfassung bei Pro7 oder RTL anzusehen. (Fast) Schlaflos während der langen Nacht der Oscar-Verleihung Es gab auf dem roten Teppich reichlich Prominenz zu sehen, von denen ich die meisten gar nicht kenne oder deren Namen nicht verstanden habe. Erkannt habe ich sofort eine wunderschöne Penelopez Cruz, die dann auch den Oscar für die beste weibliche Nebenrolle in dem Woody-Allen-Film „Vicky, Christina, Barcelona“ gewann. Zu dieser Entscheidung kann ich die Jury nur gratulieren. Dann sah ich noch einen Moritz Bleibtreu, der mit dem sehr ambitionierten RAF-Film leider leer ausging, aber viele Grüße ins Mikrophon…

Von Sabiene 23. Februar 2009 0