Schlagwort: gesundheit

Little Critters – Borreliose-Alarm nach einem blöden Zeckenbiss

Ich gehöre zu den Menschen, denen alles, was da so kreucht und fleucht, beißt und sticht nichts anhaben kann. Mit anderen Worten: Eine Stechmücke mit Geschmack wird sich wohlweislich ein anderes Opfer suchen, als mich. Denn irgendwie schmeckt den kleinen Saugern mein Blut nicht oder es hat nicht die richtige Temperatur oder Farbe oder vielleicht stoße ich keine verlockenden Duftstoffe aus. Es gibt immer ein erstes Mal … Und so bleibe ich nicht nur weitgehend von den Moskitos verschont, auch kann ich mich nicht erinnern, jemals einen Zeckenbiss gehabt zu haben. ZECKEN!!! Die Geißeln der Menschheit! Übertrager von gefährlichen Krankheiten wie FSME und Borreliose! Aber nicht mit mir. Borreliose Deswegen bin ich auch nicht geimpft. Denn die Impfung hilft nur gegen FSME und nicht gegen die weitaus heimtückischere Borreliose und somit denke ich, dass ich mir den Stress sparen kann. Als es vor Jahren einmal einen Höhepunkt in der allgemeinen…

Von Sabiene 10. Juli 2010 0

Mammographie und die Sparerei bei der Gesundheitsreform

Bekanntlich gehört Brustkrebs zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen, ist allerdings im Frühstadium sehr gut behandelbar. Um den Betroffenen etlichen Verdruss und den Versicherern erhöhte Ausgaben zu ersparen, wäre es nur allzu logisch, eine möglichste effektive Früherkennung von Brustkrebs zu organisieren. Tastuntersuchungen sind dabei wenig hilfreich. Denn was man tasten kann, ist eigentlich bereits zu weit entwickelt. Eine viel sichere Methode ist die Mammographie. Zumindest nannte man das früher so. Für eine Mammographie musste man damals zu seinem Frauenarzt gehen, der einem entweder eine Überweisung, meist in eine Klinik, ausstellte oder selbst in seiner Praxis die dafür nötigen Gerätschaften besaß. So oder so hatte man innerhalb von 2 Wochen, nämlich gleich nach der Untersuchung, sein Ergebnis. Mammographie zu Zeiten der Gesundheitsreform Jetzt hat man sich was ganz Schlaues einfallen lassen, weswegen die ganzen Gesundheits-Sparefrohs unter der neuen Bundesregierung ganz neidisch auf ihre Vorgänger blicken. Das Ganze heißt nun Neudeutsch „Screening“…

Von Sabiene 5. November 2009 0

Little Helper und der Zaubertrank gegen alle Probleme

Früher, zum Beispiel in den wilden Steppen links von Irkutsk, wenn wir uns mal ein wenig verstimmt fühlten, schlecht drauf waren oder an einer Mammut-Crisis litten, gingen wir zu unserem Dorf-Schamanen. Dieser braute uns dann unter viel aufwendigen Klimbim einen Zaubertrank, der hauptsächlich aus Fliegenpilzen, Krötenschleim und Nasenpopel bestand – oder zumindest so schmeckte. Unter den wildesten Gesängen des Schamans schütteten wir dann jenes Gebräu mit einer angemessenen Todesverachtung in uns hinein. Meistens mussten wir uns daraufhin fürchterlich übergeben. Irgendwann waberte die gesamte Welt in den tollsten Farben und floß irgendwo hinter dem Sirius dahin. Und wir krochen kichernd wieder aus dem Zelt hinaus in die uns entgegen schlagende Luft. Little Helper und der Zaubertrank Unsere Probleme waren vielleicht nicht gelöst, aber wenigstens hatten wir für ein oder zwei Stunden Urlaub von ihnen. Heute beschreiten wir die Praxis eines Psychotherapeuten und klagen ihm unser Elend. Dieser verschreibt uns darauf hin…

Von Sabiene 23. September 2009 0

Gesundheit in Istanbul

Gestern rief mich eine gute Bekannte an. Sie ist Türkin und lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt, ihre Schwester lebt in der Nähe von Istanbul. Vor 4 Wochen hat die Schwester Zwillinge zur Welt gebracht. Sie war erst in der 26. Schwangerschaftswoche, die Kinder wogen bei der Geburt gut 1000 gr. (Für alle Nicht-Eltern: eine Schwangerschaft dauert ca. 40 Wochen, das normale Geburtsgewicht beträgt um die 3000 gr.) Die Fahrt zum Krankenhaus muss die reinste Odyssee gewesen sein. Die Schwester lag mit Wehen im Krankenwagen, welcher verzweifelt durch Istanbul cruiste, auf der Suche nach einer Klinik, die Mutter samt Kindern aufnehmen würde. Alle Krankenhäuser verweigerten die Aufnahme, weil sie brutkastentechnisch nicht genügend ausgerüstet seien. Die einzige Ausnahme war das amerikanische Krankenhaus, eine sehr moderne und gut bestückte Privatklinik. Eigentlich waren dort Mutter samt Kinder in besten Händen – wenn das liebe Geld nicht gewesen wäre. Die Krankenversicherung…

Von Sabiene 3. September 2009 1

Karius und Baktus, die Helden der kindlichen Zahnhygiene

Karies und Baktus, die Helden der kindlichen Zahnhygiene sind ziemliche Versager. Denn auf das Leben auf dem Behandlungsstuhl beim Zahnarzt bereiten sie einen nur sehr ungenügend vor. Karius und Baktus Anstatt dem Nachwuchs billige Comics mit süßlichen Sprüchen zuzumuten, sollte man eher Geschichten aus dem Leben erzählen in der Art: „Liebe Kinder, wenn ihr euch nicht ordentlich die Zähne putzt, kann es sein, dass sie irgendwann mal so kaputt sind, dass ihr Implantate braucht. Dazu müssen die Zähne gezogen werden. Das geht mit Betäubung, tut aber trotzdem sehr weh. Denn es kann sein, dass der eine Zahn abbricht und der Chirurg die Reste aus dem Kiefer popeln muss. Vielleicht gibt es dann auch noch eine unfähige Assistentin, die euch das Saugrohr so in die Mundhöhle rammt, dass ihr mit dem Würgreiz zu kämpfen habt. Zum Schluss dürft ihr dann dem Onkel Doktor noch beim Nähen der Wunde zusehen. Das ist…

Von Sabiene 12. August 2009 4

Über Zahnweh, Zahnbehandlung und Zahnstein

Auf den Top Ten der unbeliebtesten Ärzte dürften Frauenärzte und Urologen ganz weit oben stehen. Aber die unschlagbare Nummero Uno der verhasstesten und gefürchtesten Ärzte dürfte immer noch der Zahnarzt sein. Paradoxerweise ist es so, dass je schlimmer die Beschwerden sind, die Angst umso mehr wächst. Ein Dentist dürfte der einzige Mediziner sein, auf den man sich nicht freuen kann, wenn er einen von Schmerzen befreit. Trotz fortschrittlichster Technik und Sedierungsmethoden ist es so, dass sobald sich ein Zahn und dessen Nerv einmal zu Wort melden, einem sämtliche Totsünden einfallen. Dabei ist heutzutage der Gang zum Zahnarzt nicht so wahnsinnig schlimm. Mit Zahnweh zum Zahnarzt Man kommt ins Behandlungszimmer, hell und freundlich, ein schönes Aquarell einer x-beliebigen mediteranen Landschaft an der Wand, Säuselmusik aus dem Landsprecher und bekommt von einer unausgeschlafenen Assistentin ein kratziges Lätzchen um den Hals gehängt. Nun heißt es warten. Aus dem Nebenraum klingen Bohrgeräusche, die Beschriftung…

Von Sabiene 7. Mai 2009 0