Schlagwort: lyrik

Der Traum von Weihnachten und Weihnachtsgrüße

Der Traum von Weihnachten Dieser Wachtraum zwischen den Zeiten zwischen Tag und Nacht dieses Ereignis diese Mär die für einen Augenblick die Welt verzaubert die Menschen menschlicher macht sie anstößt sie auferweckt wie im Blitzlicht zu erkennen was ist – was sein könnte zu erhorchen den Ton den betörenden der Menschen umstimmt sie meilenweit trägt durch alle Gezeiten. (Verfasser unbekannt) In diesem Sinne wünsche ich euch und euren Familien wunderschöne Weihnachten und Weihnachtsträume! Auf meinen Blogs wird es über die Feiertage sehr besinnlich zugehen. Ich habe keinerlei Artikel vorbereitet und werde im Weihnachtsurlaub sein. Wir sehen, hören, lesen uns spätestens im neuen Jahr wieder und ich hoffe, ihr vergesst mich nicht! Foto: Weihnachtsträume ©sabienes.de Text: Der Traum von Weihnachten und Weihnachtsgrüße ©sabienes.de

Von Sabiene 23. Dezember 2016 4

Das Hexeneinmaleins von Johann Wolfgang von Goethe

Heute ist ja Halloween und am Abend werden viele kleine Hexen, Zombies und Monster durch die Straßen geistern und mit dem Spruch „trick or treat“ Süßigkeiten einfordern. Deswegen mal passend zur Jahreszeit das Hexeneinmaleins von Johann W. v. Goethe:    Du mußt versteh’n!    Aus Eins mach Zehn,    Und Zwei laß geh’n,    Und Drei mach gleich,    So bist Du reich.    Verlier die Vier!    Aus Fünf und Sechs,    So sagt die Hex’,    Mach Sieben und Acht,    So ist’s vollbracht:    Und Neun ist Eins,    Und Zehn ist keins.    Das ist das Hexeneinmaleins! Mit diesem Spruch braute im Übrigen eine Hexe einen Verjüngungstrank für Dr. Faust.Das Rezept ist leider nicht überliefert. Foto: Kleine Hexe in Büdingen ©Sabienes.deText: Das Hexeneinmaleins von Johann Wolfgang von Goethe ©Sabienes.de und Goethe

Von Sabiene 31. Oktober 2012 12

Die 3 Spatzen – Ein Gedicht von Christian Morgenstern

Christian Morgenstern war ein deutscher Dichter des 19. Jahrhunderts, der besonders durch seine sehr einprägsame Form der komischen Lyrik bekannt geworden ist. Ganz besonders mag ich dieses Gedicht von den 3 Spatzen, das sehr gut in die Weihnachtszeit passt: Die 3 Spatzen In einem leeren Haselstrauch, da sitzen drei Spatzen, Bauch an Bauch. Der Erich rechts und links der Franz und mittendrin der freche Hans. Sie haben die Augen zu, ganz zu, und obendrüber, da schneit es, hu! Sie rücken zusammen dicht an dicht, so warm wie Hans hat’s niemand nicht. Sie hör’n alle drei ihrer Herzlein Gepoch. Und wenn sie nicht weg sind, so sitzen sie noch. Christian Morgenstern (1871-1914)  Foto: Spatzenfiguren auf dem Weihnachtsmarkt für die 3 Spatzen ©sabienes.de

Von Sabiene 10. Dezember 2011 5

Zwischenräume – Ein Gedicht von Kurt Tucholsky

  Hier ist mein Beitrag zum EhrenWort der Woche: Zwischenräume mit einem Gedicht von Kurt Tucholsky aus dem Jahr 1920. Das komplette Gedicht ist natürlich sehr tucholskymäßig spitz und immer neu aktuell und deswegen möchte ich es euch nicht vorenthalten. Zwischenräume Rechts und links Rechts sind Bäume, links sind Bäume, und dazwischen Zwischenräume. In der Mitte fließt ein Bach! Ach! Rechts hat man die Industriellen, welche eine Presse wellen, eine, die den Abonnenten nationale fette Enten täglich aufzubinden hat. Und so fällt denn Blatt auf Blatt in die Hände von Kartellen unsrer Großindustriellen. Und man schiebt sich dies und jenes, weils bequem is und gemeen is. Und die Aktie kommandiert – die Verwaltung salutiert. Helfferich ruft Weh und Ach … In der Mitte fließt ein Bach. Links hat man die neuen Helden, die sich schon seit 18 melden, wenns was zu vermitteln gibt. (Dies Geschäft ist so beliebt.) Barmat, Parvus,…

Von Sabiene 23. Juli 2011 0

Ein Schlaflied von W. H. Auden

Im Moment schleppe ich mich durch einen nicht enden wollenden Krimi, in welchem glücklicherweise ein Gedicht von W. H. Auden zitiert wird – was im Moment das einzige Highlight dieses Werkes darstellt. Vielleicht kennt ihr von Wystan Hugh Auden das Gedicht Funeral Blues aus dem Film Vier Hochzeiten und ein Todesfall : „Stoppt jede Uhr, lasst ab vom Telefon…“ Hier habe ein Lullaby, ein Schlaflied und es ist so schön, so voller Traum und Bild und Melancholie, hört doch einfach mal zu: Schlaflied von W. H. Auden Liebste, gib dein müdes Haupt Gütig mir, der treulos ist; Zeit, Gelüste – dies Gewaber Nimmt den grüblerischen Kindern Alle Anmut und das Grab Zeigt, daß wir vergänglich sind: Bis zum Morgengrauen aber Bleib, lebendiges Wesen, bleib, Sterblich, schuldig, doch für mich Schönheit in Vollkommenheit. Geist und Leib sind schrankenlos: Wenn Liebende beisammen sind Auf jenem Hang Glückseligkeit, Wo die Ohnmacht sie umspinnt,…

Von Sabiene 16. Januar 2011 0

Nasobem – ein Gedicht von Christian Morgenstern

Es gibt Tiere, von denen hat noch niemand etwas gehört, weil sie weder im Brehms Tierleben, noch im Meyer oder gar im Brockhaus zu finden sind. Aber seht selbst: Das Nasobem von Christian Morgenstern Auf seinen Nasen schreitet einher das Nasobem, von seinem Kind begleitet. Es steht noch nicht im Brehm. Es steht noch nicht im Meyer. Und auch im Brockhaus nicht. Es trat aus meiner Leyer zum ersten Mal ans Licht. Auf seinen Nasen schreitet (wie schon gesagt) seitdem, von seinem Kind begleitet, einher das Nasobem. Das wunderbare Bild darf ich mit freundlicher Genehmigung des Künstlers Norbert Schmitt hier veröffentlichen. Besucht ihn doch mal auf seiner schönen Seite www.nobt.de. Es lohnt sich sehr, durch seine Zeichnungen zu stöbern! Christian Otto Josef Wolfgang Morgenstern (1871 – 1914) war ein deutscher Dichter und Übersetzer, der mit seiner „Komischen Lyrik“ (zum Beispiel: Dunkel wars, der Mond schien helle … ) einen hohen…

Von Sabiene 8. April 2010 0